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Bilder von anderen DS

Vor allem durch berufliche Kontakte stoße ich immer wieder "zufällig" auf Menschen, die auch eine DS besitzen oder das "D-Modell" regelrecht sammeln. Das ist an sich nicht verwunderlich, denn zwischen 1955 und 1975 wurden immerhin mehr als 1,5 Millionen Exemplare in alle Welt verkauft. Darunter sind aber auch Sammler, die nicht nur Alltagsklassiker, sondern auch wertvolle oder seltene Fahrzeuge der Gattung "Déesse" ihr eigen nennen, zum Beispiel Eric aus Frankreich, der mir diese Bilder freundlicherweise extra zur Veröffentlichung auf dieser Seite überlassen hat. Er sammelt nicht nur D-Modelle, sondern repariert, wartet und restauriert diese auch selbst, zum Beispiel die beiden auf dieser Seite vorgestellten Fahrzeuge.

Eine DS 21 vom Modelljahr 1966 in "rouge cornaline"

Zwischen 1962 und 1967 gab es die DS mit dieser als "Rundauge" bezeichneten Frontgestaltung mit aufgeschraubten Zusatzscheinwerfern wie diese 1966er DS 21 im Farbton "Rouge Cornaline". Auch nach 38 Jahren und über 160.000 km fährt diese DS 21 dank sachkundiger Pflege und Wartung noch immer mit dem originalen Motor, der ersten Servolenkung, der ersten Hydraulikpumpe und den originalen Rücklaufleitungen. 

Im Vergleich zu den zuletzt gebauten DS 21/23 mit Benzineinspritzung und Klimaanlage bestens überschaubar: Die 1,80 m lange "Schlangengrube" einer handgeschalteten DS 21 mit Vergaser vom Modelljahr 1966 

Ein (scheinbares) Chaos wie bei Hempels unterm Sofa - Der Motorraum einer 1966er DS im Jahre 2002

Hinten: Hinter dem Vorratsbehälter für das Hydrauliköl steht die Batterie auf einem eigenen rutschsicheren Rahmen, dahinter ist der Wärmetauscher für die Heizung montiert. Der graue Kasten mit dem Rüssel beherbergt den Luftfiltereinsatz, der schwarze Gummischlauch führt auf den Vergaser. Unter dem Rüssel ragt eine der beiden vorderen Federkugeln nebst Federzylinder heraus, links dahinter sitzt der Vorratsbehälter für die Scheibenreinigungsflüssigkeit und wiederum links dahinter der Scheibenwischermotor. Der dicke Schlauch links daneben ist der von der Stoßstange zum Armaturenbrett verlaufende Luftzufuhrtunnel für den Beifahrer.  

Mitte: Der Kühler mit dem Luftsack, links davon sieht man ein Stück der Servolenkung, rechts davon steht der Vorratsbehälter für die Hydraulikflüssigkeit, bei diesem Fahrzeug ist es noch die rote synthetische Flüssigkeit "LHS". Oben aus dem Vorratsbehälter verläuft der Ansaugschlauch zur Hydraulikpumpe, die hinter dem Kühler sitzt. Unter Kühler und Servolenkung versteckt sich das in diesem Fall mechanische Getriebe mit Bremsscheiben direkt am Getriebeausgang.

Vorne: Das Reserverad mit der Wagenstütze zum Radwechsel. Wenn der Fahrer den Hupen-/Blinkerhebel am Armaturenbrett kräftig nach hinten zieht, schaltet sich neben der kleinen Stadthupe (nicht sichtbar) das links neben dem Reserverad montierte "Überlandhorn" mittels Kompressor zu. Die Feder auf der Traverse dient zur Feineinstellung der automatischen Höhenverstellung für die (äußeren) Hauptscheinwerfer, die lastabhängig über zwei Seilzüge am vorderen und hinteren Querstabilisator erfolgt. Bei den letzten DS-Modellen mit den Doppelscheinwerfern hinter Glas befindet sich hier je nach Grundausstattung ein zusätzlicher, mit der Lenkung verbundener Haken-Stange-Seilzug-Mechanismus, durch den die (inneren) Fernscheinwerfer dem jeweiligen Lenkungseinschlag folgen und Kurven bereits im voraus ausleuchten können. 

Und der Motor? Der ist längs hinter dem Kühler eingebaut, sein Öleinfüllstutzen ragt hinten vor den Zündkabeln in Verlängerung des Kühlerdeckel heraus. Die 4. Zündkerze der DS lässt sich übrigens nur über eine spezielle Aussparung in der Mitte des unteren Frontscheibenrahmens wechseln, denn der für heutige Verhältnisse riesige 4-Zylinder-Motor ragt nämlich bei mit seiner Steuerkettendeckelseite bis unter das Armaturenbrett in den Fahrgastraum hinein und verursacht dort die charakteristische "Motorbeule".

Heute wie damals ein begehrtes Sammlerobjekt - Ein viersitziges DS-19-Cabriolet von 1961

Damals wie heute ein begehrtes Luxusobjekt: Ein originales viersitziges DS 19 Werkscabrio von 1961

Übrigens betört selbst eine mit 100 PS motorisierte DS 21 entgegen ihrem außergewöhnlichen Komfort und ihrer enormen Bremsleistung eher durch Ausdauer und Sparsamkeit als durch Spritzigkeit. Die brummigen Motoren gelten jedoch bei entsprechender Pflege als nahezu "unkaputtbar". Wie schon beim Vorgängermodell 11 CV "Traction Avant", auf dessen Motorkonzept die DS-Motoren weitestgehend basieren, sind  auch bei einer Vergaser-DS Motorlaufleistungen von über 750.000 km nichts Außergewöhnliches. Nur die Motoren der letzten Modelle mit Benzineinspritzung, die ein Spitzentempo von bis zu 200 km/h erreichten, scheiden aufgrund ihrer hohen Dauerbelastung mit Überhitzungs-, Lager- und Wellenschäden oftmals eher aus dem Rennen. 

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