Lenken, Bremsen, Federn
und Schalten per Zentralhydraulik
Das Besondere der knapp 5 m langen DS ist ein 34 m langer
Hydraulikkreislauf, in dem bei laufendem Motor ca. 5 Liter eines
je nach
Modell synthetischen (roten) oder mineralischen (grünen) Hydrauliköls
zirkulieren. Über dünne gebördelte Metallröhrchen werden die
Zweikreis-Hochdruckbremsen, die hydropneumatische Federung, die
Servolenkung und je nach Modell auch das halb- oder
vollautomatische Getriebe mit dem benötigten Arbeitsdruck
versorgt.
Rücklaufschläuche aus Gummi leiten nicht mehr benötigtes Öl in einen fassförmigen Ausgleichsbehälter im Motorraum
zurück. Aus diesem Behälter fördert eine meist per Keilriemen
vom Motor angetriebene Hochdruckpumpe das Öl in den
Hydraulikkreislauf; jedoch nicht direkt, sondern über eine Druckspeicherkugel mit
Druckreglerventil, von der aus das unter einem Druck von bis zu
170 Bar stehende Öl an die verschiedenen "Organe"
des Kreislaufs weitergeleitet wird. Die Druckspeicherkugel sieht
aus wie eine leicht überdimensionierte Handgranate und ist durch
eine flexible Gummimembran in zwei horizontale Hohlkammern
unterteilt. In der oberen Kammer befindet sich unter einem
bestimmten Druck stehender Stickstoff, in der unteren Kammer das
von der Hochdruckpumpe eingeförderte Hydrauliköl. Durch die
stetige Abgabe des Hydrauliköls an die Organe des
Kreislaufs nimmt das Ölvolumen in der Druckspeicherkugel
fortlaufend ab. Sobald dort der aus dem vorhandenen Gas-/Ölvolumen
resultierende Druck unter einen vorgegebenen
Mindestwert fällt, öffnet das Druckreglerventil die Verbindung zur Hochdruck-Hydraulikpumpe.
Diese fördert nun unter Last mit
einem typischen Schnarr- und Rasselgeräusch so lange Hydrauliköl
aus dem Ausgleichsbehälter in die Druckspeicherkugel, bis der vorgegebene
Maximalwert wieder erreicht ist und das Druckregelventil die Hauptdruckzufuhr von
der Pumpe mit einem metallischen Klick verschließt.
Durch die Zwischenspeicherung steht dem
Kreislauf unabhängig von der Motordrehzahl stets ein
gleichmäßiger Arbeitsdruck zur Verfügung; außerdem dient der
Druckspeicher als Notfallreserve für den Fall eines plötzlichen
Motor- oder Pumpenversagens. Fällt der Druck im Kreislauf unter den
vorgegebenen Mindestwert, verschließen spezielle Sicherheitsschieber
sofort die Zufuhrleitungen für Federung, Lenkung und Getriebe und
leiten den gesamten verfügbaren Restdruck auf die vorn liegenden
Scheibenbremsen um. Die verbleibende Druckreserve reicht in der
Regel für mehrere Vollbremsungen
aus hoher Geschwindigkeit. Die komplexeren Modelle mit
halb- oder vollautomatischem Getriebe verfügen sogar noch über
eine weitere Druckspeicherkugel, die nur für den Bremskreislauf
zuständig ist. Ansonsten kann der Fahrer auch die je nach Modell
per Pedal oder Handgriff zu betätigende Handbremse nutzen; sie
wirkt bei der DS über separate Bremsklötzer auf die vorn
liegenden Bremsscheiben und kann im Notfall als vollwertige
mechanische Bremse eingesetzt werden.

Wenn der Motor abgestellt wird, bleibt auch die Hydraulikpumpe stehen. Die im
Druckspeicher vorhandene Druckreserve verbraucht sich allmählich,
das Hydrauliköl aus dem Kreislauf läuft in den Ausgleichsbehälter
zurück, und das gesamte Fahrzeug
senkt sich mangels Federungsdruck zusehends ab, bis es nur noch wenige Zentimeter über
der Straße liegt. Nach dem Wiederanlassen des Motors dauert es je nach
vorheriger Standzeit wenige Sekunden bis zur typischen
"Gedenkminute", bis alle Hydraulikorgane mit dem zum Fahrbetrieb benötigten
Arbeitsdruck versorgt sind und sich das Fahrzeug wieder auf seine
fahrtaugliche Fahrwerkshöhe "hochgepumpt"
hat.
Da der Federungskreislauf an der Hinterachse weniger Druck
benötigt und den fahrtauglichen Zustand dadurch eher
erreicht als der Federungskreislauf an der deutlich schwereren
Vorderachse, erinnern die Sekunden nach dem Start einer DS bildlich sehr an das
gemächliche Aufstehen eines Kamels über Hinter- und Vorderbeine.
Die hydropneumatische Federung
Ein Theorem des Physikers Pascal besagt: "Eine Flüssigkeit
ist nicht komprimierbar und überträgt alle Druckschwankungen, denen sie ausgesetzt wird,
vollständig und an alle Punkte." Bei der DS ist es das Hydrauliköl,
das die mechanische Verbindung zwischen den Rädern und ihren
Federelementen herstellt. Die Räder der DS sind einzeln an Schwingarmen am
Chassis aufgehängt und übertragen ihre jeweilige Bewegung
mittels einer Stößelstange in einen mit Hydrauliköl gefüllten "Federzylinder", der über eine Zufuhr- und Rücklaufleitung an
den Hydraulikkreislauf angeschlossen ist. Am oberen Ende jedes
Federzylinders ist ein Federelement aufgeschraubt, das sowohl die
Feder als auch den Stoßdämpfer in sich vereint: die so genannte
"sphärische Gasdruckfeder" oder kurz "Federkugel". Auch
sie wird wie die
Druckspeicherkugeln durch eine flexible Gummimembran in zwei horizontale
Hohlkammern unterteilt, und auch bei ihr befindet sich in der oberen Kammer
unter
einem bestimmten Druck stehender Stickstoff, im unteren Teil das
vom
Federzylinder einströmende Hydrauliköl. Beim Einfedern eines
Rads
drückt der Schwingarm seine Stößelstange in den zugehörigen Federzylinder, und die dort enthaltene nicht komprimierbare Flüssigkeit
("hydros" - das Hydrauliköl)
wird gegen die Gummimembran und das nur endlich komprimierbare Gasvolumen
("pneuma" - der Stickstoff) in der oberen Hälfte der Federkugel
gepresst. Beim Ausfedern entspannt sich das Gaspolster und drückt
das Hydrauliköl über die Gummimembran aus der Federkugel in den Federzylinder
zurück.
Damit das Hydrauliköl beim Ein- und Ausfedern nicht ungebremst in die Federkugel oder
wieder zurück in den Federzylinder gepresst wird, verfügt jede
Federkugel am Übergang zum
Federzylinder über einen Dämpfereinsatz mit kalibrierten Bohrungen, die
ohne Belastung beidseitig von biegsamen Metallplättchen
verschlossen werden.
Dieser Dämpfereinsatz wirkt wie ein lastabhängiges Öldurchlassventil und sorgt zusammen mit den
lang ausgelegten
Federwegen dafür, dass das Federungssystem der DS die meisten
Fahrbahnunebenheiten regelrecht
"wegdämpft", bevor diese sich auf das Chassis
übertragen können. Auch heute noch ist das weiche, souveräne und ruhige
Dahingleiten in einer DS dank Hydropneumatik ein außergewöhnliches
Komforterlebnis und wird oft mit Worten wie "Schweben"
oder "magic carpet ride" umschrieben.
Selbst Nobelmarken wie Rolls Royce und Mercedes-Benz zeigten sich
von der Straßenlage und vom Komfort des hydropneumatischen
Fahrwerks beeindruckt und verbauten in ihren Topmodellen über lange Zeit
ausgewählte Baugruppen, die sie
direkt von Citroen bezogen.
Im Gegensatz zu einem herkömmlich gefederten
Auto, bei dem man in bestimmten Abständen die Stoßdämpfer
wechseln muss, verschleißen die Stoßdämpfereinsätze in der
Federkugel nicht und müssen daher in der Regel auch nicht
gewechselt werden. Jedoch entweicht der Stickstoff ständig und
allmählich aus der oberen Kammer der Druckspeicher- und
Federkugeln, und auch deren Membran kann mit den Jahren
verschleißen. Daher müssen alle Druckspeicher- und Federkugeln
ca. alle 3 - 5 Jahre überprüft, ggf. komplett ausgetauscht, mit
einer neuen Membran versehen und/oder wieder so weit mit
Stickstoff (bis zu 75 Bar) befüllt werden, damit der
erforderliche Gegendruck zum Hydrauliköl gewährleistet ist.
Anderenfalls befindet sich nach und nach zu viel und schließlich
nur noch Hydrauliköl in den Federkugeln. Da sich das Hydrauliköl
nicht komprimieren lässt und die flexible Gummimembran nur als
Druckübertragungsmedium zwischen Hydrauliköl und Stickstoff
dient, verhärtet sich die Federung nach und nach bis hin zur
absoluten
Funktionsuntüchtigkeit.

Fahren mit konstanter Bodenfreiheit
Dem Physiker Mariotte haben wir die Erkenntnis zu
verdanken, dass das
Produkt aus dem Volumen und dem Druck einer gleichbleibenden
Gasmenge immer konstant ist. Diese Erkenntnis machte man sich für
den einfachen und genialen Niveau-Ausgleich der DS zunutze. Bei
einem mit 5 Personen und reichlich Gepäck beladenen herkömmlich
gefederten Auto leiden oftmals Straßenlage und Federungskomfort, denn es hängt regelrecht durch. Eine DS besitzt
jedoch bis zu ihrer maximalen Beladungsgrenze immer die gleiche Bodenfreiheit und den gleichen
Federweg, und zwar unabhängig davon, wie stark man sie belädt.
Die vorderen und hinteren Schwingarme der DS sind
jeweils mit einer dünnen Stabilisatorstange verbunden, die beim Ein- und Ausfedern in die
jeweilige Richtung mitläuft. Über ein Umlenkgestänge
überträgt jede Stange ihre jeweilige Bewegung auf ein Dreiwegeventil namens Höhenkorrektor,
das die drei Zustände Zufuhr, Rücklauf und Abriegeln kennt.
Steigen z.B. 2 Personen hinten in eine DS ein, sackt das Heck zunächst wie
bei einem herkömmlich gefederten Auto nach unten. Die
Stabilisatorstange der hinteren Schwingarme wird dadurch ein
Stück eingedreht und das zugehörige Gestänge am hinteren
Höhenkorrektor auf "Zufuhr" verschoben. Nun strömt
so lange zusätzliches Hydrauliköl mit Hochdruck in die hinteren Federzylinder
und Federkugeln nach, bis sich das Heck wieder "wie von
Geisterhand" in seine vorherige
Position erhoben und die zurücklaufende Stabilisatorstange das
Umlenkgestänge am hinteren Höhenkorrektor in den Zustand
"Abriegeln" verschoben hat. Obwohl jetzt hinten mehr
Masse auf dem Fahrwerk ruht, hat die DS wieder dieselbe
Bodenfreiheit eingenommen wie vor dem Einsteigen der beiden
Personen.
Steigen 2 Personen aus dem Fond eines herkömmlich gefederten
Autos aus, nimmt dieses direkt wieder
dieselbe Bodenfreiheit wie vor dem Einsteigen ein. Bei der DS befindet sich
hingegen in den hinteren Federzylindern und Federkugeln noch jene
zusätzliche Menge an Hydrauliköl, die nach dem Einsteigen für
den Niveau-Ausgleich zugeführt wurde. Dadurch schnellt das Heck
beim Aussteigen genauso weit über die aktuelle Bodenfreiheit nach
oben, wie es beim Einsteigen der beiden Personen eingesackt
ist. Die hintere Stabilisatorstange verschiebt nun beim Ausfedern durch ihre Ausdrehbewegung das Gestänge am hinteren Höhenkorrektor
auf "Rücklauf". Die nicht mehr benötigte zusätzliche Ölmenge
lauft nun in den Ausgleichsbehälter zurück, das Heck senkt sich wieder
auf seine vorherige Position ab, und die
zurücklaufende
Stabilisatorstange verschiebt das Gestänge am
hinteren Höhenkorrektor schließlich wieder in den Ruhezustand
"Abriegeln".
Dieser Niveau-Ausgleich erfolgt unabhängig an
Vorder- und Hinterachse in allen drei zum Fahren geeigneten
Fahrwerkshöhen. Beide Höhenkorrektoren verfügen über einen Dämpfereinsatz,
der dafür sorgt, dass das Fahrwerk unterwegs beim normalen Ein-
und Ausfedern beim Überfahren von Fahrbahnunebenheiten nicht
vorschnell mit einer unnötigen Höhenkorrektur reagiert. Erst wenn die geänderte Fahrwerkshöhe einige Sekunden
lang in der gleichen Position anhält, wie es zum Beispiel nach dem Ein- und Ausladen
eines schweren Gepäckstücks der Fall ist, gibt der Dämpfereinsatz die
Information an das Ventil weiter, das sich
daraufhin verschiebt und den erforderlichen Niveau-Ausgleich (Zufuhr oder
Rücklauf) veranlasst.
Da die hinteren Bremsen der DS ihren Druck aus
dem hinteren Federungskreislauf beziehen, wird dadurch
gleichzeitig die Stärke des hinteren Bremsdrucks beeinflusst und
automatisch eine lastabhängige Bremskraftverteilung zwischen Vorder-
und Hinterachse erzielt. Je stärker das Heck beladen ist, desto
mehr Hydrauliköl befindet sich bedingt durch den Niveau-Ausgleich in den hinteren Federzylindern und
Federkugeln und
desto stärker sind dort die Stickstoffpolster komprimiert. Die
hintere Bremsleistung fällt also entsprechend stärker aus, als wenn das Heck unbeladen und
die Gaspolster
durch weniger Hydrauliköl weniger stark zusammengedrückt wären. Auf diese Weise können die Hinterräder bei
unbeladenem Heck nicht abrupt vor den Vorderrädern blockieren. Bremsbedingtes
Wegschleudern über die Hinterräder
zählte bis zur Einführung des ABS vor allem bei nasser und glatter Straße zu einer der häufigsten Ursachen für
schwere Verkehrsunfälle.
Die bei der DS verwendete Kombination aus tief
liegendem Masseschwerpunkt, langem Federweg, extrem weitem Radstand
(3125 mm),
permanentem Niveau-Ausgleich, einer schmaleren Spur an der Hinterachse
und die starke Gewichtsverlagerung auf die getriebene Vorderachse mit Lenkrollradius Null
sorgen für eine äußerst stabile Straßenlage bei jedem Wetter, die
selbst durch einen geplatzten Reifen kaum beeinträchtigt wird.
Sie ermöglicht der DS sogar das verblüffende Talent zum Fahren
auf drei Rädern bei unvermindert hohem Tempo. So
fährt beispielsweise 1972 ein DS-Team auf der vereisten und kurvenreichen
Rennstrecke von Chamonix trotz eines zerfetzten Vorderreifens unbeirrt weiter auf
den 2. Platz,
und 1961 kann der Chauffeur von Charles de
Gaulles die DS des französischen Staatspräsidenten trotz eines
zerschossenen Hinterreifens mit hohem Tempo um das quergestellten
Attentäterfahrzeug herumlenken und anschließend mit
Vollgas in sicheres Terrain flüchten. Ein anderes
zeitgenössisches Auto hätte sich mit hoher Wahrscheinlichkeit überschlagen
oder wäre zumindest nicht mehr komplett lenk- und
fahrfähig geblieben.

Verstellbare Bodenfreiheit und Reifenwechsel
ohne Wagenheber
Mit einem kleinen Hebel im Fahrerfußraum, der über
ein längs im Chassis verlaufendes Gestänge gleichzeitig auf den vorderen
und hinteren Höhenkorrektor wirkt, kann der Fahrer die
Bodenfreiheit des ca. 1,5 Tonnen schweren Fahrzeugs je nach Straßenzustand
erhöhen und wieder verringern. Neben der ersten Fahrposition für
normale Stadt- und Überlandfahrten bietet das DS-Fahrwerk gleich zwei
spezielle "Acker"-Einstellungen, bei denen sich das Auto binnen weniger Sekunden um einige Zentimeter
anhebt. Über das Handhebelgestänge wird einfach der Ölzufuhr-
und Rücklaufpunkt der beiden Höhenkorrektoren stufenweise nach
oben (mehr Bodenfreiheit) oder nach unten (weniger Bodenfreiheit)
verschoben. Beim Vergrößern der Bodenfreiheit wird ihnen "vorgegaukelt", eine
vermeintliche Zuladung durch die Zufuhr von
mehr Hydrauliköl in alle Federzylinder ausgleichen zu müssen. Da aber
lediglich
das Ölvolumen in den Federkugeln erhöht
wird, bleiben deren Stickstoffpolster geringer komprimiert, als wenn tatsächlich mehr
Masse auf dem Fahrwerk ruhen würde. Demzufolge werden die Stößelstangen
ein Stück aus den Federzylindern herausgedrückt, und das gesamte Fahrzeug steigt
einige Zentimeter nach oben.
Der Federweg der DS wird jedoch trotz
der weiter ausgefahrenen Schwingarme
nicht länger, sondern kürzer, da sich das größere Öl-/Gasvolumen in den
Federzylindern und Federkugeln mangels Masse und entsprechendem
Gegendruck schwerer komprimieren lässt. Im Gegensatz zu einem mit
längeren Federn höhergelegten herkömmlichen Auto federt die DS nun
also plötzlich
spürbar straffer und unsensibler. Daran ändert sich auch nichts,
wenn man
nachträglich exakt die Masse zulädt, die in
der normalen Fahrwerksposition eine Zufuhr der zusätzlichen Ölmenge
ausgelöst hätte, die jetzt als Reaktion auf die
Handhebelverstellung zum Erhöhen der Bodenfreiheit in die
Federzylinder gedrückt wurde. Die beiden Höhenkorrektoren werten nun nämlich die neue Fahrwerkshöhe als "normal", so dass sie zu
ihrer Aufrechterhaltung sofort zusätzliches Hydrauliköl "nachschießen"
würden, sobald sich die Zuladung erhöht. Deshalb darf vor allem die zweite "Acker"-Einstellung,
bei der die DS auf schlechten
Straßen regelrecht zu "hoppeln" beginnt, nur bei geringem Tempo zum Überfahren von extremen Schlaglochpisten,
buckligen Feldwegen, Weghindernissen usw. verwendet werden.
In der höchsten Fahrwerksposition werden die Schwingarme
dann bis an ihren oberen Anschlag ausgefahren, das Gaspolster der
Federkugeln ist dabei weitestgehend komprimiert, jede Federkugel
annähernd mit dem maximalen Ölvolumen gefüllt, so dass sich der
Federweg der Schwingarme abgesehen von ihren Anschlaggummis am
Chassis auf nahezu Null reduziert. Diese Fahrwerksposition dient jedoch
sowieso nicht zum Fahren, sondern nur zum Unterstellen des "Wagenhebers",
der bei der DS in Form einer Metallstütze ausgeführt ist.
Bringt man diese Stütze am Chassis an und wählt anschließend die
unterste Fahrwerksposition, die ebenfalls nicht zum Fahren
vorgesehen ist, läuft das Hydrauliköl nahezu vollständig in den Vorratsbehälter
zurück. Dabei sinkt das Auto langsam nach unten, wobei die Räder auf der
Seite mit der
untergestellten Stütze kurz über dem Boden "in der Luft hängen"
bleiben. Ein Reifenwechsel beschränkt sich nun nur
noch auf das An- und Abmontieren des jeweiligen Rads. Bei einem
Hinterradwechsel muss zuvor noch der jeweilige Heckkotflügel abgenommen werden,
der aber lediglich mit einer einzigen Mehrkantschraube am Chassis befestigt
ist, die konsequenterweise denselben Durchmesser aufweist wie die
Radmuttern.
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